Basische Ernährung - Sinn oder Unsinn?

Die basische Ernährung besagt, dass der Körper aufgrund einer ungesunden Ernährung mit isolierten Getreideprodukten wie weisses Mehl, Zucker, industrielle Nahrung und Fertigprodukte und Proteinen aus Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte usw. übersäuert wird. Vor allem den Proteinen wird eine nicht unbeachtliche Schuld für die Übersäuerung zugeschoben. So sollte Fleisch, insbesondere rotes Fleisch am besten gar nicht, oder nur ganz selten verzehrt werden. Gemüse, Obst und Vollkorngetreide hingegen sollen die Grundnahrungsmittel sein (wenn auch nicht von allen gleich angeraten, manche Anhänger der basischen Ernährung empfehlen ebenfalls das Getreide vorzubereiten, dem ich positiv zustimmen kann). Doch was davon kann ernst genommen werden, auf welchen Theorien basiert die basische Ernährung und was übersäuert tatsächlich, wenn man überhaupt von einer Übersäuerung sprechen kann? Eins kann ich an dieser Stelle vorweg nehmen, einige Gesichtspunkte der basischen Ernährung sind aus rein biochemischer Sicht nicht möglich und liefern daher falsche Argumentationen für eine basische Ernährung.

In diesem Beitrag erfährst Du näheres zu diesen Hintergründen. Für das bessere Verständnis lies bitte die Beitrage “Säuren und Basen“ und “Wie wichtig ist der pH-Wert?“.

Aus biochemischer Sicht, sind die Empfehlungen weniger Proteine zu verzehren, saures Obst und Rohkost hingegen als Grundnahrungsmittel zu sehen, nicht tragbar. Jedenfalls nicht aufgrund der Theorie, welche hinter der basischen Ernährung steckt. Es gibt jedoch auch viele vernünftige Ansätze die nicht ausser Acht gelassen werden dürfen. So bewegen die Anhänger der basischen Ernährung den Verbraucher dazu, sich mehr mit der Frage nach einer gesunden Ernährung auseinanderzusetzen, mehr Obst und Gemüse zu essen, mehr zu trinken, manche raten ausserdem auf Kuhmilch zu verzichten und Getreide und Hülsenfrüchte richtig vorzubereiten. All diesen Empfehlungen kann ich nur beistimmen. Mir geht es in diesem Beitrag lediglich darum Dich über die Hintergründe der basischen Ernährung aufzuklären und zu zeigen, dass zumindest die Theorie (und nicht das ganze Ergebnis) falsch ist. Dass einige wichtige Lebensmittel wie Fleisch und Fisch unberechtigterweise als schlecht dargestellt werden. Andere Lebensmittel hingegen wie Rohkost (Obst und Gemüse) und saure Früchte ebenfalls unberechtigterweise als basisch angesehen werden.

Die Theorie hinter der populären basischen Ernährung

Die Theorie zur basischen Ernährung basiert auf den Experimenten eines Biochemikers, Rognar Berg, im Jahr 1913. Er erforschte die Bedeutung der Mineralstoffe des Körpers und ermittelte den Säure-Base-Gehalt in vielen Lebensmitteln. Er verbrannte Lebensmittel zur Asche und analysierte den Restgehalt an Mineralstoffen in diesen Lebensmitteln. Er stellte daraufhin fest, dass pflanzliche Nahrung, insbesondere Obst und Gemüse, den grössten Restgehalt an den Mineralstoffen Kalium, Magnesium und Calcium aufwiesen. Da man damals fälschlicherweise davon ausging, dass diese Mineralstoffe Basen seien, nahm er an, dass Obst und Gemüse basisch im Körper wirken.

Eine Base ist jedoch erst dann eine Base, wenn sie in der Lage ist ein H+-Ion aufzunehmen (siehe Beitrag Säuren und Basen), nur dies entscheidet über den Charakter einer Base bzw. einer Säure im umgekehrten Fall. Magnesium, Kalium und Calcium sind jedoch selbst positiv geladen und verfügen nicht über die Fähigkeit ein H+-Ion aufzunehmen. Sie können also nicht direkt als Base fungieren und keine H+-Ionen neutralisieren. Missachtet wurden die tatsächlichen Säuren, nämlich das H+ welches beim Verbrennen verschwindet.

Des Weiteren stufte er andere Mineralstoffe wie Schwefel und Phosphor als säurebildend ein. Diese beiden Elemente sind Bestandteile von Aminosäuren und damit von Proteinen. Rognar Berg hat daraufhin Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Hülsenfrüchten als säurebildend eingestuft, da diese besonders proteinreich sind und dementsprechend mehr Schwefel und Phosphorverbindungen aufweisen. Aufgrund der untersuchten Mineralstoffe in der Restasche von Lebensmitteln, teilte er Lebensmittel in säurebildend und basenbildend ein. Leider werden bis heute Tabellen verwendet die auf diesen Theorien basieren (PRAL-Tabelle) und als Grundlage für die basische Ernährung dienen ohne weiter die Theorie überprüft zu haben. Der menschliche Körper ist ausserdem kein Verbrennungsofen, die Verwertung von Substanzen funktioniert im menschlichen Körper anders. Leider gab und gibt es nicht viele Kritiker die, die Theorie von Rognar Berg überprüft haben, zur damaligen Zeit schien vielleicht die Theorie sogar logisch zu sein. Einige wenige Kritiker gibt es glücklicherweise doch und deren Begründungen sehen definitiv anders aus (z.B. Fred W. Koch; Schaub-Kost). Als fälschliche Punkte der Rognar Bergs Theorie sind nun folgende aufzulisten:

 

Verbrennungsprozesse in einem Ofen sind nicht mit der Biochemie eines lebenden Organismus gleich zu setzen:

Wir verbrennen nicht die Nahrung sondern verdauen und verstoffwechseln sie. Der biochemische Ablauf einer Verbrennung sieht ganz anders aus. Bei einer Verbrennung verdampfen die Säuren, das H+ in Form von Wasser. Logischerweise wird man nach einem Verbrennungsvorgang auch keine Säuren finden. Der Säure- bzw. Basegehalt lässt sich auf diese Weise nicht ermitteln. Im Körper werden die Säuren mit Hilfe von Basen neutralisiert, wie Du dem Beitrag “wie wichtig ist der pH-Wert“ entnehmen kannst. Fälschlicherweise wurden aufgrund der Verbrennungsversuche Lebensmittel als säurebildend deklariert, die keine Säuren beinhalten und umgekehrt. Wird z.B. eine Zitrone verbrannt, so bleibt am Ende nichts mehr von ihrem Säuregehalt übrig. Weshalb Zitronen als basenbildend eingestuft wurden, denn sie enthielten ja die fälschlicherweise benannten "basischen" Mineralstoffe und keine H+-Ionen mehr. Dies soll nicht heissen, dass Mineralstoffe aus Obst und Gemüse ungesund seien. Im Gegenteil! In diesem Beitrag geht es lediglich um die Aufschlüsselung der Theorie zur basischen Ernährung.

 

Mineralstoffe übernehmen NICHT die Funktion einer Säure oder Base:

Nicht Mineralstoffe sondern Verbindungen/Moleküle übernehmen die Funktion einer Säure oder einer Base (s. Definition von Säuren und Basen). Dabei geben Sie entweder ein H+-Ion ab oder nehmen es auf. Mineralstoffe (positiv geladen) können sich lediglich an SäureRESTE (negativ geladen) ionisch binden und diese so neutralisieren. Somit können Mineralstoffe indirekt zur Neutralisierung von Säureresten herangezogen werden, jedoch nicht zur Neutralisierung von saurem H+. Säuren bzw. Säurereste können also höchstens as “Mineralstofffresser“ bezeichnet werden. Mit Säuren sind jedoch hier nicht diejenigen von Rognar Berg gemeint, sondert z.B. Citrate, Malate und Oxalate welche in Lebensmitteln vorkommen oder einige weitere welche im Körper entstehen. Mineralstoffe selbst, sind jedoch nicht basen- oder säurebildend, sie können höchstens an Säurereste oder Basen binden.

 

Urin kann nicht als Indiz für einen Säureüberschuss herangezogen werden:

Berg hat ausserdem den Urin von Probanden nach verschiedenen Mahlzeiten untersucht. So stellte er fest, dass nach einer proteinreichen Mahlzeit ein saurer Urin und nach einer pflanzlichen Kost ein basischer Urin gemessen werden konnte. Daher ging er davon aus das proteinreiche Kost übersäuere. Obwohl man heutzutage diesen Zusammenhang nicht mehr vertreten kann, werden immer noch Urinmessungen angeordnet um den Säurestatus eines Patienten zu ermitteln. Dabei zeigt der pH-Wert des Urins nicht den tatsächlichen Säurestatus des Körpers an. Mit den pH-Messungen werden die freien H+-Ionen gemessen. Der grösste Teil wird jedoch mit Phosphat und Ammoniak abgepuffert. Der grösste Teil der H+-Ionen wird also unmerklich mit Hilfe von Puffern ausgeschieden. Der Urin-pH-Wert ist starken Schwankungen ausgesetzt und sagt nur wenig über die körperliche Situation aus. Ein stetig basischer Urin hingegen kann auf krankhafte Nieren hindeuten. Die Fähigkeit Säuren ausscheiden zu können und zu neutralisieren spricht für eine lebensnotwendige und gesunde Fähigkeit der Nieren.

 

Wenn man Lebensmittel als säurebildend oder basenbildend einstufen möchte, so sollte man den tatsächlichen pH-Wert von Lebensmitteln messen und zwar bevor sie verbrannt werden. Wenn es also eine Übersäuerung durch säurebildende Lebensmittel gibt, so sind es die tatsächlich vorhandenen Säuren wie z.B. Zitronen,- Wein,- und Milchsäure, aber vorallem auch künstliche Säuren in Getränken und Lebensmitteln. Die tatsächlich vorkommenden Säuren in Lebensmitteln sollten daher Teil der Säure-Base-Rechnung einer basischen Ernährung sein. Lebensmittelsäuren sind mindestens genauso in der Lage die Säure-Base-Balance zu beeinflussen, wie auch Stoffwechselabbauprodukte von Lebensmitteln (z.B. Harnsäure als Abbauprodukt von Proteinen, welches ebenfalls als Argument für die basische Ernährung herangezogen wird; siehe weiter unten).

Die Schaub-Kost lehrt über diese fälschlichen Zusammenhänge der basischen Ernährung und empfiehlt auf Nahrungsmittel unter einem pH-Wert von 4 weitgehend zu verzichten. Inwieweit der pH-Wert der Lebensmittel nun tatsächlich unseren Organismus beeinflusst, kann an dieser Stelle nicht genau gesagen werden. Der Säure-Base-Haushalt wird von weit mehr Einflüssen beansprucht. Dazu mehr weiter unten. Künstliche Säurequellen aus Cola und anderen Softdrinks sowie starken, isolieerten Essigsorten können unser Puffersystem stark beanspriuchen und sollten daher weitestgehend gemieden werden.

Säuren aus proteinreicher Ernährung

Bei der Verdauung und Verstoffwechselung von Proteinen wird Harnsäure gebildet. In tierischen Proteinen kommen ausserdem die beiden Aminosäuren Cystein und Methionin vor. Diese enthalten Schwefel, welches tatsächlich auch zu Schwefelsäure verstoffwechselt werden kann und so saures H+ liefert. Diese beiden Säuren, die Harnsäure und die Schwefelsäure, werden in der basischen Ernährung ebenfalls als Begründung herangezogen, weniger tierische Eiweisse zu verzehren. Wieviel Schwefelsäure nun tatsächlich anfällt und wieviel Harnsäure neutralisiert werden muss bzw. wieviel Harnsäure nun tatsächlich direkt aus der Nahrung kommt ist immer noch unklar. Denn unser Körper verwertet Aminosäuren aus den Lebensmitteln direkt, ohne diese komplett abzubauen. Harnsäure fällt ganz natürlich an, weil unser Körper im ständigen Wechselspiel von Proteinen ist und ständig körpereigene Proteine auf- und abbaut. Beim Abbau von körpereigenen Protein wird auf diesem Weg Harnsäure gebildet. Wie stark die Lebensmittelproteine nun tatsächlich die Säure-Base-Balance beeinflussen, lässt sich leider nicht messen. Was jedoch hingegen gesagt werden kann ist, dass einige gesunde traditionelle Völker beachtliche Mengen Fleisch gegessen haben, ohne an den Auswirkungen einer Übersäuerung zu leiden (s. Beitrag: Ernährungsempfehlungen heute und traditionelle Ernährung). Von den gesunden traditionellen Völkern wurden im Schnitt ca. 25 – 30% tierisches Protein verzehrt. Tierisches Protein kann also nicht grundsätzlich die Ursache für eine Übersäuerung sein. Es müssen andere Faktoren sein.

Statt sich also mit nicht nachvollziehbaren Übersäuerungstheorien den Kopf zu zerbrechen, sollten wir uns besser fragen was tatsächlich zu übersäuern vermag.

Nicht zu vernachlässigen sind dabei die inneren Prozesse, wie unsere Verdauung und unser Stoffwechsel, bei welchen ebenfalls Säuren anfallen. Nicht alle Säuren stammen direkt aus den Lebensmitteln sondern werden in unserem Körper aufgrund anderer Faktoren gebildet.

Empfehlung für eine gute Säure-Base-Balance

Wie Du nun weisst, liefern bestimmte Lebensmittel Säuren und Basen. Deren pH-Wert entscheidet darüber wie hoch der Anteil an Säuren ist. Bei einer natürlichen Ernährung ist über den Weg der Lebensmittel eine direkte Übersäuerung, also eine “Säureflut“ aus Lebensmitteln, kaum möglich. Unverarbeitete Lebensmittel, welche ganz ohne Zusätze auskommen, weisen ihren spezifischen Säuregeschmack auf.

Nicht nur die Säurelast eines Lebensmittels entscheidet darüber ob es sich um ein säurebildendes oder basenbildendes Lebensmittel handelt. Auch die Verdaulichkeit und die Verstoffwechselung eines Lebensmittels bzw. einer Mahlzeit entscheiden über die sauren und basischen Eigenschaften. Andere Faktoren, wie individuelle Stoffwechselvorgänge, Stress und Unausgeglichenheit sind ebenfalls zu nennende Faktoren. Hier nun eine Zusammenfassung von säurebildenden Faktoren, welche durch Nahrungsmittel als auch über den eigenen Stoffwechsel zu einer Übersäuerung führen können:

 

Säurebildende Faktoren

Warum

Alternative dazu…

Raffinierte, isolierte Nahrungsmittel wie: Weissmehl, weisser Reis, Sirup, Zucker…

Es fehlen Vitalstoffe um die

Kohlenhydrate vollständig zu

verwerten. Daher Raub an

körpereigenen Vitalstoffen

welche für die Neutralisierung

benötigt werden. Ausserdem:

unvollständige Verdauung

führ zu Übersäuerung im

Darm. 

-       Am besten ganz meiden

Schwer verdauliche Lebensmittel wie:

Unvorbereitetes Getreide und Hülsenfrüchte

Harte Rohkost (individueller Faktor!)

Unvollständige Verdauung

bis zum Dickdarm. Dadurch

Gärprozesse im Darm und

Entstehung von Ameisen-,

Propion-, Butter- und

Essigsäure.

Bei unvorbereitetem Getreide

und Hülsenfrüchten kommt

der Mineralstoffraub dazu.

-       Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte immer vorbereiten (Einweichen, fermentieren, keimen)

-       Getreide und Hülsenfrüchte während einer Entsäuerungskur ganz weg lassen

-       Leicht verdauliche Rohkost bevorzugen z.B. reife, weiche Früchte wie Bananen, Papaya usw.

Fertignahrungsmittel mit Lebensmittelzusatzstoffen

Säuren als Lebensmittelzusatzstoffe und andere Lebensmittelzusatzstoffe müssen mit körpereigenen Basen neutralisiert werden.

-       Am besten ganz meiden

Vitalstoffmangel durch eine vitalstoffarme Ernährung: isolierte, verarbeitete Fertignahrungsmittel und industriell erzeugte Nahrungsmittel, unverdauliche Nahrungsmittel

Vitalstoffmangel führt langfristig an die Grenze der körpereigenen Kapazität Säuren zu neutralisieren. Vitalstoffe sind an allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Fehlen diese, sind vollständige Stoffwechselprozesse nicht mehr lange möglich. Weshalb auch Säuren anfallen.

-       gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit saisonalen, frischen, unverarbeiteten und ursprünglichen Lebensmitteln.

-       Bei schwerem Vitalstoffmangel eventuell Nahrungsergänzungsmittel/Superfoods aus natürlichem Ursprung (unter medizinischer Abklärung bzw. begleitend zu einer ganzheitlichen Gesundheitsberatung)

Übertriebener Proteinkonsum unter fehlender Zufuhr von Fetten, vitalstoffarme Nahrung und Wassermangel

Nur Proteine führen auch nicht zum Ziel. Der Körper braucht Wasser, Vitalstoffe und Fette um Proteine richtig zu verwerten.

-       Auf die eigenen Bedürfnisse achten, sich gesund und ausgewogen ernähren. Vernünftige Balance zwischen tierischer und pflanzlicher Kost finden.

Medikamente

Inhaltsstoffe werden teilweise zu Säuren abgebaut.

-       Medikamente nur in akuten Fällen einnehmen.

-       bei chronischem Leiden muss immer eine Ernährungsumstellung erfolgen um die Medikamente absetzen zu können bzw. zu minimieren.

Stress

Bildung von Salzsäure.

-       Stressminimierung

-       Entspannungsübungen

-       Sport

Bewegungsmangel und übertriebener Sport.

Bildung von Salzsäure durch geringen Abbau von Stresshormonen und Stau von Stoffwechselabbauprodukten.

Bzw. zu viel Sport bewirkt Milchsäureanfall im Körper

-       Bewegung

-       Sport

-       Schwitzen

 

In vernünftiger Menge!

Psychische Unausgeglichenheit wie Depressionen, Aggressivität, Angststörungen…

Ausschüttung von Stresshormonen und langfristig Salzsäurebildung.

-       sich mit seinem Innenleben auseinander setzen. Entweder in Begleitung mit einem Therapeuten oder einem Ratgeber.

Mangelhafte Ausscheidungskapazität von Stoffwechselabbauprodukten

Organe und Körperflüssigkeiten kommen nicht nach, Säuren zu neutralisieren und auszuscheiden. Säurestau im Körper.

-       Gesunde, verdauliche Ernährung

-       Trinken (ca. 2 Liter am Tag, Wasser und Tee)

-       Bewegung

-       Schwitzen

-       In schweren Fällen Darmsanierung und Einläufe

Sauerstoffmangel

Stoffwechselprozesse werden zur Bildung von Säuren begünstigt.

-       Aufenthalt an der frischen Luft

-       Regelmässiger Sport

-       Entspannungsübungen mit richtiger Atemtechnik

Stark saure Erzeugnisse wie: hoher Konsum von Wein, Essig, Cola, Ice Tea, versteckte Säuren in fertigen Nahrungsmitteln (Zitronensäure)

Direkt enthaltene Säuren, welche in hohen Mengen die körpereigene Säure-Base-Balance beeinflussen.

-       stark saure Lebensmittel und Erzeugnisse meiden.

-       sich darüber Bewusst werden was ursprüngliche Säuren sind. Wein, Essig und Lebensmittelzusatzstoffe sind keineswegs ursprünglich.

Soft Drinks, Fruchtsäfte, Kaffee

Direkt enthaltene Säuren, welche in hohen Mengen die körpereigene Säure-Base-Balance beeinflussen. Überversorgung an Zucker, bei der Verstoffwechselung werden körpereigene Vitalstoffe verbraucht.

-       Wasser trinken

-       Kräutertee trinken

-       den Konsum von Kaffee reduzieren

-       den Konsum von Fruchtsäften und soft Drinks einstellen oder zumindest stark einschränken

Individuelle Stoffwechselvorgänge

Die Stoffwechselwege sind individuell unterschiedlich. Während ein Individuum mehr Säuren bildet, bildet ein anderes Individuum mehr Basen usw.

-       wenn Stoffwechselvorgänge nicht krankhaft sind (z.B. aufgrund genetischer Defekte), so kann auf eigene Bedürfnisse geachtet werden. Wenn Lust nach säuerlicher Nahrung besteht so kann diese über NATÜRLICHE Lebensmittel wie Obst oder eingelegtes Gemüse gedeckt werden. Stark saure Lebensmittel und Erzeugnisse sollten jedoch germieden werden. Salate mild säuern mit Apfelessig oder etwas Zitronensaft.

Individuelle Verdauung

Nicht jeder verträgt Ballaststoffe und Rohkost gleichermassen. Ballaststoffe und Rohkost können Gärprozesse begünstigen, insbesondere bei einer schwachen Verdauung. Was langfristig übersäuert. Allem voran ist eine Darmsanierung notwendig um Rohkost und Ballaststoffe besser verwerten zu können.

-       Auf die eigene Verdauung achten. Bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Verstopfung und Durchfall Kochkost bevorzugen und Getreide und Hülsenfrüchte meiden. Langsam auf Rohkost umsteigen. Eine Darmsanierung ist angeraten.

 

Eine gesunde ausgewogene Ernährung die ausserdem leicht verdaulich ist, schützt vor Übersäuerung und somit auch vor Zivilisationskrankheiten. Unsere Stoffwechsellage bzw. der Säure-Base-Haushalt ist zwingen abhängig von Vitalstoffen. Welche in heutigen Lebensmitteln leider rar ausfallen. Aus einer guten Vitalstoffversorgung, welche nur über eine vollwertige und ursprüngliche Ernährung gesichert werden kann, folgt eine vollständige Verstoffwechselung der zugefühten Lebensmittel und folglich ein ausgeglichener Säure-Base-Haushalt.

 

An dieser Stelle ist anzumerken, dass unser Körper sowohl Basen als auch Säuren benötigt. Beides muss in einem ausgewogenem Gleichgewicht vorliegen. Eine gesunde Ernährung und eine gewisse Körperintelligenz (Die Fähigkeit Körpersignale wahrzunehmen) sind die Vorraussetzung.

 

Massnahmen welche das Säure-Base-Gleichgewicht in Einklang bringen können sind:

  • Ausrechend Wasser trinken, am besten natürliches strukturiertes (bioverfügbares) Wasser
  • Sango-Meereskoralle zur Entsäuerung
  • Apfelessig und Natron
  • Mineralerde (Elektronenlieferant zur Entsäuerung und allgemeinen Entgiftung)
  • Vitalstoffe aus Nahrungergänzungen aus biologischen Quellen (Entgiften, bringen Stoffwechsel ins Gleichgewicht)
  • Stressabbau

Der Begriff Übersäuerung ist schwer zu definieren, wichtiger ist es sich auf einen allgemein gesunden Lebensstil zu konzentrieren und auf eine ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen zu achten. Die obige, tabellarische Auflistung spiegelt im Grunde nichts anderes als Faktoren eines gesunden Lebensstils wieder.

 

 

 

Autor: Irene Wegner

 

 

 

Quellen:

[1] Die Befreiung aus den Krankheitsfallen, M. Eglin, S. Schaub, 2015, 1. Auflage.

[2] http://www.gesund-heilfasten.de/uebersaeuerung.html

[3] U. Pollmer, A. Fock, die Geschickte der Basenkost, SPIEGEL, Nr. 3 – 4, 2006, S. 7 – 9.

[4] K. Rumler, Das Vitamin C und der Zitronen-Wahn, Waelerland Monatshefte, 1962.

[5] Der Säure-Base-Haushalt des menschlichen Organismus, F. Sander, 2. Auflage, 1985.