Ein Paradox: Ernährungsempfehlungen heute und traditionelle Ernährung

Vergleicht man die heutigen Empfehlungen mit denen der gesunden, traditionell lebenden Völker, so muss man feststellen, dass einige der heutigen Empfehlungen eindeutig nicht stimmen können. Müssen wir uns tatsächlich vor tierischen Produkten fürchten? Es gibt keine klaren Angaben zum Fett-, Kohlenhydrat- und Proteinanteil. Jedoch waren bei den traditionellen Ernährungsformen NIE konzentrierte Kohlenhydrate, wie Zucker, Weissmehl und weisser Reis vorzufinden. Dadurch, dass Lebensmittel unisoliert gegessen wurden, war der Proteinanteil automatisch höher. Getreide wurde allgemein weniger bis gar nicht gegessen. Wenn Getreide verzehrt wurde, so wurden ursprüngliche Sorten verwendet und das Getreide wurde IMMER vorbereitet, indem es fermentiert, gekeimt oder zumindest eingeweicht wurde. Zucker oder andere Süssungsmittel wurden NICHT verwendet. Der Anteil an Rohkost beträgt in keiner gesunden, traditionellen Ernährung 100%. Wenn Rohkost gegessen wurde, so nur leicht verdauliche, weiche und reife Rohkostsorten (z.B. Blattgemüse und reifes Obst). Flüssige Pflanzenöle wurden ebenfalls nicht verwendet. Für die Zubereitung von Speisen wurden tierische Fette, wie Schmalz, Gee und Butter, als auch Palmöl und Kokosfett verwendet. Im Gegensatz zu heutigen Ernährungsempfehlungen, war der Anteil an gesättigten und einfachungesättigten Fettsäuren deutlich höher als der Anteil Mehrfachungesättigter Fette.

 

Viele Ernährungsempfehlungen heute stehen im Wiederspruch zu gesund, traditionell, lebenden Völkern. Daher sollten wir nicht blind den modernen Ernährungsempfehlungen folgen sondern auch hinterfragen ob diese sinnvoll sein können.

 

Welche Anteile an Kohlenhydraten, Fetten, Proteinen bzw. Pflanzlicher oder tierischer Kost empfehlenswert sind, scheint eine Individuelle Frage zu sein. Die Frage nach der Individualität ist von Faktoren wie Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand, körperliche Aktivität, Lebenssituation und vor allem der Genetik (Vorfahren) abhängig. Je nachdem welchen Vorfahren Du abstamnst, benötigst Du eine individuelle Zusammensetzung der obig aufgeführten Anteile. Den Stoffwechsel bekommst Du von deinen Vorfahren vererbt. Für einen Mitteleuropäer ist generell eine ausgewogene, den eigenen Bedürfnissen angepasste, Ernährung empfehlenswert. Welche aus Fleisch, Fisch, Eiern, Obst, Gemüse, Nüssen & Samen und etwas vorbereitetem Getreide zusammengesetzt ist. Wenn Milchprodukte verzehrt werden so verzichte besser auf Kuhmilchprodukte und grefe dafür besser zu anderen Milchsorten. Am Ende entscheiden ausserdem nicht nur die quantitative Zusammensetzung der Lebensmittel, sondern vor allem die Qualität und die Ursprünglichkeit über die Gesundheit des Verbrauchers.

Dir sind sicherlich auch schon einige Diäten bzw. Ernährungsformen begegnet die Gesundheit und Wohlbefinden versprechen. Doch unterscheiden sich einige davon gravierend. Trotz Unterschiede, fühlen sich die Betroffenen nach Ernährungsumstellung auf eine dieser Diäten oft besser, nehmen ab und fühlen sich allgemein gesünder. Und doch gibt es einige Unterschiede zwischen den Ernährungsformen:

  • Vegetarier und Veganer behaupten tierische Nahrung sei krankheitsfördernd. - Anhänger der Low-Carb-Bewegung, wie die Atkins-Diät, behaupten das Gegenteil .
  • Rohköstler sind der Meinung, erhitzte Nahrung macht uns krank. - Die Lehre der Ayurveda und TCM, behaupten rohe Nahrung sei unverdaulich und dadurch krankheitsfördernd .
  • Bei der Trennkost werden Kohlenhydrate nicht mit Proteinen gemischt. - Die Ernährung nach den Stoffwechseltypen schreiben jedoch pro Mahlzeit bestimmte Anteile aller Energieträger (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) vor .
  • Die Anhänger der basischen Ernährung behaupten tierische Nahrung bzw. Purine (Proteine) übersäuern den Organismus und machen Ihn auf Dauer Krank. - In der Schaubkost wird das genaue Gegenteil praktiziert. Tierische Nahrung wird bevorzugt und auf Fruchtsäuren und andere isolierte Säuren wird verzichtet.

Wie kommen solche Kontroversen zustande und warum funktionieren einige dieser Diäten trotzdem, wenn auch unterschiedlich effektiv und nicht alle auf Dauer? Dies liegt vor allem daran, dass viele dieser Ernährungsformen eines gemeinsam haben. Bei gesundheitsfördernden Diäten wird auf industrielle Nahrung weitgehen verzichtet. Alle haben gemeinsam, dass auf Zucker, verarbeitete Fette, Lebensmittelzusatzstoffe, isolierte Kohlenhydrate, Fast Food, Softdrinks usw. verzichtet wird. Bei einer Umstellung von einer gemischten, "modernen" Kost, welche auch verarbeitete Nahrung wie Fertigprodukte, Fast Food und Süsswaren beinhaltet, wird der gesundheitsfördernde, vitalisierende Effekt immer eintreten. Der Körper erhält Lebensmittel in unverarbeiteter Form und wird dadurch automatisch besser versorgt und weniger belastet.

 

Doch nicht jede dieser Ernährungsformen funktioniert auf Dauer und schon gar nicht für Jeden gleich. Zunächst tritt eine Entlastung ein, man fühlt sich besser und meint die richtige Ernährungsform gefunden zu haben. Je nach Individuum und praktizierter Ernährungsform, hält diese leider nicht immer und auf Dauer an. Die Betroffenen fühlen sich energielos, abgeschlagen, haben Verdauungsbeschwerden und deutliche Mangelerscheinungen. Also wechseln sie zur nächsten Diät, fühlen sich eventuell wieder etwas besser, merken aber trotzdem nicht am Ziel angekommen zu sein. Die Suche nach einer gesunden Ernährung die dauerhaft funktioniert, geht also weiter…

 

Ein grosser Fehler in der modernen Ernährungsempfehlung ist, dass Beobachtungen die über viele Jahrhunderte und Jahrtausende entstanden sind, nicht berücksichtigt werden. Es fehlt oft der realistische Bezug zu bereits lebenden traditionellen Völkern, die uns Gesundheit, Lebensfreude und Vitalität bis ins hohe Alter vorleben. Daher möchte ich Dir nun einen kleinen Einblick in die Welt der gesunden traditionellen Völker ermöglichen und zeigen, dass heutige Ernährungsempfehlungen aufgrund der gegebenen Tatsachen nicht richtig sein müssen. Meine Empfehlungen zur gesunden Ernährung berücksichtigen die Ernährungsweisen traditionell lebender Völker. Als GESUNDE traditionelle Ernährungsformen bezeichne ich diejenigen, welche ohne das Vorkommen von Zivilisationskrankheiten ein hohes Alter erreichen.

Vergleich gesunder traditioneller Ernährungsformen mit modernen Diäten

Auch wenn wir heute nicht genau nachvollziehen können wie sich der Mensch in der Steinzeit ernährt hat, so gibt es einige gute Lehrbücher und Dokumentationen, die über die Lebens- und Ernährungsweise traditionell lebender Völker berichten. Einige Forscher, unter anderem Weston A. Price, haben sich die Mühe gemacht Ernährungsformen von isoliert, lebenden Völkern genauer zu untersuchen und diese zu dokumentieren.

 

Als Beispiel bleiben wir bei den Entdeckungen vom amerikanischen Zahnarzt Weston A. Price, welche er in den 1930gern gemacht hat. Als Zahnarzt war er vor allem an der Zahngesundheit dieser Völker interessiert und wollte in Erfahrung bringen wie sich traditionelle Völker ernähren. Auch wenn uns an dieser Stellen nicht nur die Zahngesundheit interessiert, so muss ich seine Entdeckungen trotzdem festhalten. Denn bei seiner Suche nach der idealen Ernährung für perfekte Zahngesundheit, musste er feststellen, dass gerade diese Völker auch keine der uns bekannten Zivilisationskrankheiten vorweisen. Nicht nur deren perfekter Kiefer- und Knochenbau sondern auch deren körperliche Leistungen waren beeindruckend. Sie wurden alt ohne an Krebs, Herzinfarkt, Gicht, Diabetes, Demenz und anderen Krankheiten zu leiden. Und doch sahen Ihre Ernährungsweisen teilweise ganz anders aus, als diejenigen welche uns heute empfohlen werden.

 

Die gesunden traditionellen Völker hatten folgendes gemeinsam:

  • Es wurden keine isolierten, flüssigen Pflanzenöle verwendet. Der Verzehr mehrfachungesättigter Fettsäuren war vergleichsweise gering und wurde praktisch vollständig über tierische Fette gedeckt, z.B. Omega-3-Fette in Fisch oder Weidetieren.
  • Der Verzehr tierischer Fette war teilweise sehr hoch, sei es in Form von Butter, Schmalz oder Speck. Somit nahmen die traditionell lebenden Völker deutlich höhere Gehalte an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und fettlöslichen Vitaminen zu sich. Entscheidend ist auch, dass es sich immer um gesunde naturbelassene Fette handelte.
  • Wenn pflanzliche Fette verwendet wurden, so nur Palmfett und Kokosfett. Ebenfalls mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.
  • Es wurden kein Zucker oder Zuckerersatzstoffe verwendet.
  • Tiere wurden ganz verspeist, samt Organe, Fett und teilweise Haut. Dadurch war die Vitaminzufuhr von fettlöslichen Vitaminen um das 10-fache hoher als die der westlichen Zivilisationsländer (selbstverständlich auch aufgrund der artgerechte Haltung).
  • Ein Teil der tierischen Lebensmittel wurde roh verzehrt (z.B. Fisch, Fette, Rohmilch aber auch Fleisch).
  • Obst und Gemüse war zwar fester Bestandteil, variierte jedoch stark zwischen den traditionellen Ernährungsformen.
  • Getreide und Hülsenfrüchte wurden gar nicht bis wenig verzehrt. Wenn sie verzehrt wurden, so stets entsprechend vorbereitet, um den schädlichen Effekt der Anti-Nährstoffe so gering wie möglich zu halten.
  • Keines der traditionell lebenden Völker lebte 100% vegetarisch, geschweigenden vegan.
  • körperliche Betätigung war selbstverständlich.

Verstehe das jetzt bitte nicht falsch. Damit möchte ich Dich sicherlich nicht motivieren sich vorwiegend von tierischen Produkten zu ernähren. Vielmehr möchte ich Dir die Angst vor gesunden Lebensmitteln nehmen, worunter auch tierische Lebensmittel aus Weidehaltung gehören. Ausserdem möchte ich Dich darauf aufmerksam machen, dass nicht alles was als gesund angepriesen wird, tatsächlich gesund ist. Dazu zählen in erster Linie Pflanzenöle und Getreide. Am Ende entscheidend sind aber auch die Qualität, Ursprünglichkeit, der Verarbeitungsgrad und die Individualität. Trotz beispielhafter Lebensweise der gesunden, traditionellen Völker, finden diese wichtigen Beobachtungen nur wenig Platz in den heutigen Ernährungsempfehlungen.

Traditionelle Ernährung vs. Ernährungsempfehlungen heute

Traditionell lebende Völker waren von der Zivilisation meist isoliert und verfolgten eine Ernährung die weitgehen von äusseren Einflüssen befreit war. Ich möchte Dir einige traditionelle Ernährungsformen präsentieren die im Wiederspruch zu heutigen Empfehlungen stehen. Als Kriterium für eine gesunde traditionelle Ernährungsform, die für den Vergleich herangezogen werden gilt:

  • Die Ernährung ermöglicht dem traditionell, lebendem Volk bis ins hohe Alter gesund und vital zu bleiben. Weitestgehend ohne das Vorkommen von Zivilisationskrankheiten.
  • Die Ernährung basiert auf Erfahrungen der traditionellen Völker und ist über viele Generationen hinweg unverändert. (Deshalb auch das Kriterium der Isolation vor der Zivilisation).
  • Es handelt sich um Völker deren Ernährung bis zur heutigen Zeit nachvollzogen werden kann. Kleine Gruppen, welche die traditionelle Ernährung praktizieren, existieren noch (wenn auch nicht mehr isoliert und teilweise abgewandelt). So, dass deren Ernährungsweise klar gedeutet werden kann. Dadurch basieren die Empfehlungen auf dokumentierte Beobachtungen und nicht auf Spekulation, wie die der Steinzeiternährung.

Empfehlung heute

Wessen Empfehlung

Im Gegensatz dazu steht…*

Das Fazit

Essen Sie 60-80% Obst und Gemüse.

Basische Ernährung

80:20 (BodyEncologyDiet)

Rohköstler

… die Traditionelle Ernährung der afrikanischen Massai bestand gerademal zu ca. 10 – 30% aus Obst und Gemüse. Nomadenvölker sowie Jägerkulturen des Nordens (z.B. Mongolen oder Inuit) assen fast gar keine pflanzliche Kost.

Nichts spricht gegen Obst und Gemüse als fester Bestandteil einer gesunden  und ausgewogenen Ernährung. Klare Vorgaben können jedoch nicht gemacht werden. Es kann nicht schaden seinen Speiseplan auf ca. 50% Obst und Gemüse aufzustocken. Denn diese enthalten erwiesenermassen eine Fülle gesundheitsförderlicher Vitalstoffe. Ein Konsum über 60-70% ist nicht notwendig. Es gibt noch viele andere Lebensmittelgruppen die ebenfalls wichtig für eine gesunde Versorgung sind, wie: Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, fermentiertes Getreide usw.

Essen Sie 80% Rohkost pro Tag.

Rohköstler

… kein traditionelles Volk ernährte sich von so viel Rohkost. Der Rohkostanteil variierte stark, jedoch nur bis schätzungsweise 50%. Dies auch nur in den tropischen Regionen, wo viel leichtverdauliches Obst zu finden ist. Alle traditionellen Völker sind trotzdem gesund, alt geworden. Rohkost gilt in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) sogar und insbesondere für Kranke als gesundheitsschädlich.

Rohkost ist gerade für Verdauungsschwache Menschen alles andere als gesund. Wir können Niemandem zu einer bestimmten Menge Rohkost raten. Dies hängt vom individuellen Verdauungssystem ab. Blähungen sind ein gutes Zeichen, dass Rohkost wenig vertragen wird. Leicht verdauliche Rohkost sollte regelmässig gegessen werden, wenn sie vertragen wird. Dazu gehören: reifes Obst, grünes junges Blattgemüse und Küchenkräuter wie Basilikum und Petersilie.

Empfohlener Anteil an Getreide ist 40 bis 60%. Darunter auch Vollkorn und Kleie.

DGE, SGE, ÖGE

Vollwertkost

Vegetarier, Veganer

… keines der gesunden, traditionellen Völker ernährte sich von so viel Getreide. Getreide wurde IMMER vorbereitet verzehrt. Niemals  wurde es unvorbereitet und isoliert, gar als Hauptnahrungsmittel eingesetzt und schon gar nicht in Form von Kleie (schwer verdaulich).

Vor willkürlichem Getreideverzehr ist abzuraten. Traditionelle Völker wussten damit richtig umzugehen. Getreide an sich ist nicht zwingen ungesund. Allerdings wie es heute verwendet wird: unvorbereitet, isoliert hochgezüchtet… ist Getreide zweifelsfrei nicht gesundheitsfördernd. Ein moderater Getreideverzehr, immer entsprechend vorbereitet (Keimen, Fermentieren, Einweichen) und glutenfreie Sorten ist zu bevorzugen (Hirse, Quinoa, Buchweizen…). Im Zweifelsfall kann Getreide ganz weggelassen werden. Es ist definitiv KEIN MUSS. Kein Mensch wird krank wenn er kein Getreide verzehrt, andersherum jedoch schon. Kartoffeln, Süsskartoffeln, Kochbananen und Maronen sind ebenfalls gute Alternativen.

Essen Sie weniger tierische Fette und Eier (Cholesterin).

DGE, SGE, ÖGE

Vollwertkost

viele andere die auf den Richtlinien der DGE, SGE, ÖGE basieren.

… Jedes traditionelle Volk ernährte sich von tierischen Fetten, darunter auch Cholesterin. Für den Verzehr von tierischem Fett, gesättigte Fettsäuren, gibt es bei den traditionellen Völkern kein vorgegebenes Mass. Die Inuit ernährten sich bis zu 70% von tierischem Fett. Mongolen bis 60%. Den grössten Anteil bildeten dabei die gesättigten Fette.

Tierische Fette zu meiden wiederspricht jeglichen natürlichen, körperlichen Prozessen. Gesunde tierische Fette entsprechen unserem eigenen Körperfett am besten. Der Körper muss dieses Fett ohnehin aufbauen um wichtige Köperfunktionen zu erfüllen. Nehmen wir diese Fette nicht zu uns, so übernimmt unser Stoffwechsel das für uns. Die Qualität und die Verarbeitung entscheiden über die gesundheitliche Wirkung von tierischem Fett. Geniesst das Tier eine artgerechte Haltung, so ist das Tier gesund und produziert gesundes, vitalstoffreiches Fett. Wird das Tier mit Medikamenten, Chemikalien und Kraftfutter vollgestopft, so lagert es Stoffwechselgifte im Fett ab. Doch Fette braucht der Mensch. Um sich mit gesunden Fetten zu versorgen, achte auf eine artgerechte Haltung, verwende Butter, Gee, Schmalz, Kokosfett und Palmfett von guter Qualität. Iss auch fetten Fisch. In diesen Fetten, wenn von guter Qualität, stecken genügend essentielle Fettsäuren drin.

Essen Sie mind. 30g Ballaststoffe pro Tag.

DGE, SGE, ÖGE

Vollwertkost

viele andere die auf den Richtlinien der DGE, SGE, ÖGE basieren.

… in der traditionellen Ernährung gibt es sowohl ballaststoffarme wie auch  ballaststoffreiche Ernährungsformen.

Über die Wirkung von Ballaststoffen ist noch zu wenig bekannt um Vorgaben machen zu können. Traditionelle Völker, welche vernachlässigbare Mengen Ballaststoffe verzehrt haben, litten genauso wenig an Dickdarmerkrankungen wir diejenigen, welche sich von vielen Ballaststoffen ernährt haben. Ballaststoffe sind auch nicht gleich Ballaststoffe. Wenn Du täglich frisches Obst und Gemüse zu sich nimmst, musst Du dir keine Sorgen über Deine Ballaststoffversorgung machen. Ohnehin sind es nicht nur die Ballaststoffe die Darmerkrankungen vorbeugen, sondern viele weitere Faktoren.

Meiden Sie rotes Fleisch

Basische Ernährung

DGE, SGE, ÖGE

… jedes traditionell lebende Volk, welches sich von Fleisch ernährt hat, hat rotes Fleisch nicht ausgeschlossen.

Über die Auswirkung von rotem Fleisch ist noch zu wenig bekannt. Es bringt nichts zu spekulieren, wenn lebende Beweise in Form traditioneller Völker vorhanden sind. Auch hier spielt die Qualität eine wichtige Rolle. Einige traditionelle Völker haben sich hauptsächlich von rotem Fleisch ernährt (z.B. Jägernomadenvölker), sind trotzdem gesund, alt geworden. Wer kein rotes Fleisch mag, muss es nicht essen. Wer es mag kann es essen. Zu einem gesunden Fleischverzehr gehört auch eine entsprechend hohe Menge Fett. Spare nicht an Fett, wenn Du Fleisch isst.

Kompletter Verzicht auf Fleisch und Fisch

Vegetarier

Veganer

…Jedes traditionell lebende Volk verzehrt, wenn auch in unterschiedlichen Mengen Fleisch und Fisch. Es wurde kein streng vegetarisches Volk gefunden. Im Minimum gehört Fisch auf den Speiseplan.

Ein Fleischkonsum ist selbstverständlich nicht zu erzwingen. Vegetarier müssen selbst darüber entscheiden wie sie sich bei einer vegetarischen Ernährung fühlen. Gerade Vegetarier sollten sich jedoch mit der Ernährung intensiver auseinandersetzen um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Wenn jemand vegetarisch leben möchte, so sollte es mehr zu Eiern, Milchprodukten (Schaf, Ziege, Büffel…) und Quinoa zu greifen. Diese enthalten ein ausgewogenes Proteinprofil. Vor VEGANismus müss ich jedoch deutlich abraten. Eine Ernährung welche mit Nahrungsergänzungsmitteln zurechtkommen muss, kann keine vernünftige Lösung auf Dauer sein und ist biologisch nicht sinnvoll.

Pflanzenöle werden gegenüber tierischen Fetten empfohlen.

Vegetarier

Veganer

DGE, SGE, ÖGE

viele andere die auf den Richtlinien der DGE, SGE, ÖGE basieren.

… keines der traditionell lebenden Völker verwendet Pflanzenöle. Wenn dann nur Pflanzenfette wie Kokosfett und Palmfett, diese jedoch entsprechen eher dem Fettsäureprofil eines tierischen Fetts.

Bitte folge dieser Ernährungsempfehlung NICHT. Pflanzliche Öle sind teilweise hochgradig oxidationsempfindlich, was oxidativen Stress im Körper verursacht. Ausserdem weisen Pflanzenöle ein ungünstiges Fettsäureprofil auf. Zuviel Omega-6-Fettsäuren, zu wenig einfachungesättigte und zu wenig gesättigte Fettsäuren. Pflanzenöle zu extrahieren, entspricht ausserdem einer Isolation, nicht besser als die Isolation von weissem Mehl oder Zucker. Wodurch leicht überdosiert wird. Von den pflanzlichen Fetten weisen nur Palmfett, Kokosfett und Olivenöl ein günstiges Fettsäureprofil auf.

Der Verzehr von Kuhmilchprodukten wird empfohlen um Osteoporose vorzubeugen.

DGE, SGE, ÖGE

Vollwertkost

Vegetarier

viele andere die auf den Richtlinien der DGE, SGE, ÖGE basieren.

… die Domestizierung von milchliefernden Säugetieren begann ca. 11.000 v.Chr. Viele Völker verwenden überhaupt keine Milchprodukte bis zum Anschluss an die Zivilisation.  Sie blieben trotzdem von der Osteoporose verschont.

Milchprodukte sind in einer gesunde Ernährung nicht zwingen notwendig. Schliesslich ist unsere Spezies die grösste Zeit unseres Daseins ohne Milchprodukte zurechtgekommen. Evolutionsbiologisch gesehen, macht diese Empfehlung keinen Sinn. Es ist immer noch unklar zu welchen Mengen Calcium für eine gute Knochengesundheit erforderlich ist. Ausserdem gehören zu einem gesunden Knochenwachstum auch andere Faktoren wie: Magnesium, Proteine, Vitamin D, einige Spurenelemente, Vitamin C, Bewegung aber auch Übersäuerung ist hier als Faktor zu nennen und vieles mehr. Man kann die Knochengesundheit nicht auf die Calciumversorgung reduzieren. Ausser in der Milch, steckt Kalzium auch in: Nüssen und Samen, grünes Blattgemüse, Quinoa, aber vor allem in Knochenbrühen und Knorpel.

Milch kann Teil einer gesunden Ernährung sein, solange sie aus artgerechter Haltung stammt und am besten von unveränderten Tierrassen wie Schafen, Ziegen, Büffel usw. Am besten in Rohmilchqualität.

Essen Sie maximal 100 bis 150 g Kohlenhydrate pro Tag

Low-Carb-Ernährung

… es gibt traditionelle Völker die bis zu 70% Kohlenhydrate verzehrt haben. Als Beispiel sind hier die Kitava zu nennen. Auch dieses Volk war gesund und wies keine Zivilisationskrankheiten auf.

Der Kohlenhydratbedarf ist individuell unterschiedlich. Dies hängt vor allem mit der körperlichen Betätigung zusammen als auch mit dem Stoffwechsel. Der Stoffwechsel ist je nach Herkunft, also die deiner Vorfahren, unterschiedlich. Ein Mitteleuropäer wird sich jedoch kaum von 70% Kohlenhydraten ernährt haben. Jeder ist da individuell verschieden und muss seine Grenze selber herausfinden. Übergewicht, Diabetes, Durst usw. sind Anzeichen für einen übermässigen Kohlenhydratverzehr. Generell werden zu viele Kohlenhydrate gegessen. Klar ist auch, dass Kohlenhydrate in geringeren Mengen zu bevorzugen sind. Iss lieber weniger als zu viel. Wieder einmal stellt sich auch hier die Frage nach der Art der Kohlenhydrate. Bevorzuge Obst, Gemüse und vorbereitetes glutenfreies Getreide. Mehr zu diesem Thema findest Du unter den Beitrag: Kohlenhydratüberversorgung als Gesundheitsrisiko.

Essen Sie weniger als 20% Fett pro Tag

Low-Fat-Ernährung

… traditionelle Völker haben sich bis zu 70% Fett ernährt.

Hier kann ich bereits auf das obige Fazit für tierische Fette und Pflanzenöle verweisen.

*s. traditionelle Ernährungsformen im Detail, unten.

 

Aus dem Vergleich traditioneller Völker geht folgendes hervor:

  •  Der tierische Anteil variiert von ca. 10 bis 90%. Der kalorische Anteil an Proteinen schwankt dabei nur minimal um ca. 20 bis 30% (mit Ausnahme der Kitava, s. unten).
  • Der Fettanteil variiert von ca. 10 bis 70%.
  • Der Anteil an Kohlenhydraten variiert von ca. 5 – 70%.
  • Der Anteil an Rohkost variiert von ca. 10 bis schätzungsweise 50%.
  • Der Anteil an Pflanzenkost variiert mit ca. 10 – 90%.

Für den Anteil an Kohlenhydraten und Fetten können also keine einheitlichen Empfehlungen ausgesprochen werden. Der Anteil an Proteinen scheint bei jeder gesunden Ernährungsform, mit Ausnahme der Kitava, um die 25% zu schwanken. Eine ausgewogene Proteinversorgung zwischen 20 - 30% scheint also empfehlenswert zu sein. Ausserdem ist der Anteil an pflanzlicher Nahrung gegenüber tierischer ebenfalls nicht eindeutig zu definieren. Dies scheint eine individuelle Frage zu sein. Jedoch konnte bei keinem gesund lebendend traditionellen Volk eine vegetarische Ernährung beobachtet werden.

 

Aus dem Vergleich der empfohlenen Diäten sprechen die traditionellen Ernährungsformen gegen:

  •  Die Einschränkung von tierischen Fetten.
  • Die Bevorzugung von pflanzlichen Ölen.
  • Die Empfehlung von unvorbereitetem Vollkorngetreide und Kleie (z.B. Müsli und heutige Vollkornbrote).
  • Die Empfehlung eines hohen Anteils an Rohkost.
  • Dem Verzehr von Milch zur Vorbeugung von Osteoporose.
  • Dem Verzicht auf rotes Fleisch.
  • Die Praktizierung einer 100% pflanzlichen Ernährung.

 

Die traditionell lebenden Völker haben folgendes NICHT verzehrt:

  •  Verarbeitete Lebensmittel.
  • Isolierte Lebensmittel (Weissmehl und Zucker)
  • Konventionell angebautes, gespritztes Obst und Gemüse
  • Hochgezüchtete, behandelte tierische Lebensmittel aus der konventionellen Haltung
  • Weizen und Weizenprodukte
  • Hochgezüchtete Kuhmilchrassen mit verändertem Milchprotein
  • Unvorbereitetes Getreide (insbesondere glutenhaltiges Getreide)
  • Pflanzenöle mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren

Traditionelle Ernährungsformen im Detail

Die Ernährung traditionell lebender Völker soll uns ein Beispiel dafür sein, dass an den heutigen Ernährungsempfehlungen einige Aussagen angezweifelt werden müssen. Viele Völker ernährten und ernähren sich bis heute gegenteilig der westlichen Ernährungsempfehlungen und erfreuten sich trotzdem bester Gesundheit. Selbstverständlich spielen weitere Faktoren wie Umweltgifte, denen abgeschiedene Völker kaum ausgesetzt waren, Stress, Bewegung, Sonne und weitere Lebenseinflüsse ebenfalls eine Rolle. Wären die Ernährungsempfehlungen der Industrieländer jedoch richtig, so müssten die traditionell lebenden Völker an Zivilisationskrankheiten leiden. Die Tatsachen zeigen jedoch ein anderes Bild.

 

Bei folgender Aufzählung, werden undefinierbare traditionelle Ernährungsformen ausgeschlossen. Beispielsweise ist in vielen Teilen Asiens nicht klar wie sich die einzelnen Gruppen und Völker ernährt haben, da sie nicht abgeschieden genug gelebt haben und äusseren Einflüssen ausgesetzt waren. Viele Experten sind sich nicht einig wie deren Ernährung ausgesehen haben muss. Als Beispiel sind die Japaner der Okinawa-Inseln zu nennen. Sie sind für Ihre Langlebigkeit bekannt, doch leider sind hier keine eindeutigen Beobachtungen zu finden. Während einige Experten behaupten, sie hätten sich nahezu vegetarisch ernährt, behaupten Andere das komplette Gegenteil. Es ist nicht klar inwieweit Getreide und Fleisch verzehrt wurde. Das einzige worauf sich die Experten einigen können ist, dass sich die Okinawa Bewohner von viel Gemüse und Fisch ernährt haben bzw. immer noch ernähren. Da es sich bei diesem Volk um ein populäres Beispiel für Langlebigkeit handelt, sind hier vermutlich vorwiegend Interessenkonflikte vertreten, welche die Aussagekraft ihrer Ernährungsform untermauern wollen. Wer davon nun im Recht ist, ob Anhänger der vegetarischen Kost oder der Fleischkost, kann nicht eigeschätzt werden. Hier sind jedoch genügend andere, eindeutigere Beispiele für Dich:

Die traditionelle Ernährung der Massai (Kenia)

Die traditionelle Ernährung der Massai besteht aus Fleisch ganzer Tiere, Blut und Milch ihrer gehaltenen Tiere. Ausserdem ernähren sich traditionelle Massai von einigen Früchten und etwas Gemüse. Deren Hauptnahrungsmittel sind Rohmilchprodukte von unveränderten Tierrassen aus artgerechter Haltung. Die Zusammensetzung ihrer Energielieferanten, lässt sich wie folgt zusammenfassen:

 

Kohlenhydratquellen: Hauptsächlich Lactose aus Rohmilch, etwas Obst und Gemüse

 

Proteinquelle: Milch und Fleisch

 

Fettquelle: Milch und Fleisch (hauptsächlich gesättigte Fettsäuren)

 

Nährstoffzusammensetzung: ca. 30% KH, 40% Fett, 30% Proteine

 

Die Massai kennen kaum Zivilisationskrankheiten wie Krebs, koronare Herzerkrankungen, Schlaganfälle, Demenz, Diabetes und Zahnprobleme. Wären gesättigte Fettsäuren für koronare Herzerkrankungen verantwortlich, so müssten die Massai eine der gefährdetsten Völker hierfür sein, was sie jedoch eindeutig nicht sind.

Die traditionelle Ernährung der Kitava (Papua-Neuguinea)

Die Ernährungsweise der Kitava ist von der Nährstoffzusammensetzung praktisch das Gegenteil der Massai. Die Kitava ernähren sich hauptsächlich von Wurzelgemüse und Früchten. Ausserdem von Gemüse und etwas Fisch. Sie haben jedoch mit den Massai gemeinsam, dass deren Hauptfettquelle (Kokosfett) aus gesättigten Fettsäuren besteht. Ausserdem wurde ebenfalls kein Getreide oder Zucker verzehrt.

 

Kohlenhydratquellen: Hauptsächlich Wurzelgemüse, Obst und Gemüse

 

Proteinquelle: Fisch

 

Fettquelle: Kokosfett (hauptsächlich gesättigte Fettsäuren)

 

Nährstoffzusammensetzung: ca. 70% KH, 10 - 20% Fett, 10 - 20% Proteine

 

Laut der Kitava-Studie von Steffan Lindeberg wurden keine der sogenannten Zivilisationskrankheiten bei den Kitava beobachtet.

Die traditionelle Ernährung der Mongolen

Die Mongolen sind eine der wenigen Völker die teilweise bis heute eine traditionelle Ernährung praktizieren. Da es sich um ein Nomadenvolk handelt, lebten sie nahezu abgeschieden und hatten kaum Zugang zu Getreide und anderen Pflanzen der Agrarwirtschaft. Ihre traditionelle Ernährung besteht vorwiegend aus Fleisch ganzer Tiere und deren Milchprodukte. Sie trinken überwiegend gesäuerte Milch in Form von Kumis oder Kefir, artgerecht gehaltener Pferde und Schafe. In der traditionellen mongolischen Medizin wurden Kräuter und Wildpflanzen angewandt. Der Verzehr von Pflanzenkost ist jedoch vergleichsweise gering, sodass Kräuter und Beeren nur selten verzehrt werden. Die Mongolen verzehren ausserdem zu einem geringen Teil Wildhirse, die sie zu kleinen Portionen zum Fleisch essen. Asiatische Nomadenvölker sind ausserdem dafür bekannt sogar das Gehirn der geschlachteten Tiere zu verspeisen, welches bekanntlich das cholesterinreichste Organ ist. Die Zusammensetzung der Energielieferanten sieht in etwa so aus:

 

Kohlenhydratquellen: Hauptsächlich Lactose aus Rohmilch, Beeren, Hirse und Wildpflanzen

 

Proteinquelle: Fleisch

 

Fettquelle: Fleisch und Milch (hauptsächlich gesättigte Fettsäuren)

 

Nährstoffzusammensetzung: ca. 20% KH, 50-60% Fett, ca.30% Proteine (schätzungsweise)

 

Trotz hohem Verzehr von gesättigten Fettsäuren und Cholesterin sind bei den traditionell lebenden Mongolen keine Zivilisationskrankheiten bekannt.

Die traditionelle Ernährung der isolierten Schweizer

Bei seinen Entdeckungsreisen in der Schweiz, stieß Price auf ein isoliertes Volk im Lötschental des Kantons Wallis, welche mit der restlichen Zivilisation lediglich durch ein Wanderpfad verbunden waren. Diese noch damals, in der 1930gern, traditionell lebende Gemeinde, ernährte sich hauptsächlich von Käse unveränderter Kuhrassen und Sauerteig-Roggenbrot. Die Kühe ernährten sich von saftigen Wiesen und deren Rohmilch wurde für die weitere Verarbeitung eingesetzt. Das Roggenbrot wurde nur aus frischen Roggen hergestellt, welches traditionellerweise vor dem Backen einer ECHTEN Sauerteigfermentation unterzogen wurde. Bei einer echten Sauerteigführung, welche heute kaum Verwendung findet, werden gesundheitsschädlichen Antinährstoffe, wie das Gluten, Phytinsäure und Enzyminhibitoren abgebaut (alle traditionell lebenden Völker waren sich der gesundheitsschädlichen Wirkung von Getreide und Hülsenfrüchten bewusst und verwendetet nur vorbereitetes Getreide bzw. Hülsenfrüchte). Ausser dem Käse, wurde auch ca. 1 Mal die Woche Fleisch gegessen. Hier wurde jedoch auch das ganze Tier, samt Fett und Innereien, verzehrt. Wieviel Obst und Gemüse gegessen wurde ist nicht ganz klar. Dies muss jedoch auch nur während der Saison gewesen sein bzw. sauerfermentiert und eingelegt auch in kleinen Mengen im Winter. Obst und Gemüse war sicher kein Hauptnahrungsmittel, jedoch ein ständiger Begleiter zur Abwechslung des Speiseplans.

 

Kohlenhydratquellen: Hauptsächlich Stärke aus Roggenbrot, etwas Obst und Wurzelgemüse.

 

Proteinquelle: Käse und Fleisch

 

Fettquelle: Milch und Fleisch (hauptsächlich gesättigte Fettsäuren)

 

Nährstoffzusammensetzung: ca. 20-40% KH, 30-40% Fett, ca. 20-30% Proteine

 

Die traditionelle Ernährung der Schweizer aus dem Lötschental, soll ein Beispiel dafür sein, dass Milch und Getreide durchaus einen berechtigten Platz in einer gesunden Ernährung finden kann. Auch dieses Volk litt kaum unter Zivilisationskrankheiten. Kariesfälle waren ebenfalls selten, jedoch häufiger als bei anderen traditionellen Volksgruppen, welche sich von weniger Getreide ernährten. Bei dem Verzehr von Milchprodukten und Getreide ist jedoch die Art der Vorbereitung, des Zuchtgrades, sprich der Ursprünglichkeit immer von grösster Bedeutung. Da sich der Mensch heute kaum noch die Mühe macht sich mit ursprünglichen Lebensmitteln einzudecken, diese auch schwer zu bekommen sind, Getreide auch ungenügend vorbereitet ist, ist der heutige Verzehr von Getreide kaum zu vergleichen. Getreide und Milch sind nicht zwingen krankheitsfördernd aber bei unbedachter Verwendung durchaus bedenkenswert.

Die traditionelle Ernährung der Inuit

Die Inuit sind wohl eines der krassesten Beispiele für eine Ernährung ausschliesslich aus tierischen Quellen. Die Inuit ernähren sich fast ausschliesslich von Land- und Tiersäugern und von Fisch. Deren Fettzufuhr beträgt bis zu 70%. Kohlenhydrate sind auf deren Speiseplan kaum zu finden. Es ist noch umstritten inwieweit sich die Inuit von pflanzlicher Kost ernährt haben. Es wird vermutet, dass Mageninhalte von pflanzenfressenden Fischen und Algen in geringen Mengen konsumiert wurden. Viel kann dies jedoch nicht gewesen sein, da pflanzliche Kost insgesamt spärlich zu finden ist.

 

Kohlenhydratquellen: kaum vorhanden, wenn dann pflanzliche Mageninhalte von Fischen und Meeresalgen.

 

Proteinquelle: Fleisch und Fisch

 

Fettquelle: Fleisch und Fisch (hauptsächlich gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren)

 

Nährstoffzusammensetzung: KH vernachlässigbar gering, bis zu 70% Fett, bis zu 30% Proteine

 

Unter den traditionellen Inuit sind Zivilisationskrankheiten nicht bekannt. Wechseln die Inuit jedoch zur westlichen Kost, so steigt deren Rate für Zivilisationskrankheiten enorm. Unter zivilisierter Kost werden sie besonders schnell fettleibig und erkranken an Diabetes. Im Gegensatz dazu erfreuten sich Anthropologen, welche jahrelang unter den Inuits lebten und sich gleich ernährten, bester Gesundheit und nahmen ab. Damit will ich niemanden motivieren sich nur noch von fettem Fleisch und Fisch zu ernähren, dies soll lediglich ein Beispiel dafür sein, welche Irrtümer sich über die heutigen Ernährungsempfehlungen verbreiten. Tierisches Fett und Fleisch guter Qualität kann nicht die Ursache für Zivilisationskrankheiten sein.

 

 

Autor: Irene Wegner

 

 

 

Quellen:

 

[1] Nutrition and Physical Degeneration: A Comparison of Primitive and Modern Diets and Their Effects, W. A. Pice, 2010.

[2] http://www.westonaprice.org/traditional-diets/

[3] http://www.danielstrassmann.de/2012/08/die-ernahrung-der-massai-und-kitava.html

[4] http://www.staffanlindeberg.com/TheKitavaStudy.html

[5] http://www.igfgh.org/deutsch/informationen/mongolei/index.php

[6] http://www.westonaprice.org/translations/characteristics-of-traditional-diets-german-translation/

[7] http://wholehealthsource.blogspot.ch/2008/07/inuit-lessons-from-arctic.html

[8] http://www.westonaprice.org/health-topics/out-of-africa-what-dr-price-dr-burkitt-discovered-in-their-studies-of-sub-saharan-tribes/